Norditalien
 Landschaftliche Vielfalt, faszinierende Städte und zahlreiche historische Kunstschätze
Norditalien, auch als Oberitalien bekannt, ist der nördlichste Teil der Halbinsel Italien und grenzt im Westen an Frankreich, im Norden an Österreich und die Schweiz sowie im Osten an Slowenien. In dieser Region sind großartige Landschaften zu finden, welche unterschiedlicher kaum sein können. Auf der einen Seite bestechen die italienischen Alpen, die Dolomiten und Südtirol mit ihren lieblichen Tälern und den gewaltigen Bergen. Hier befinden sich die höchsten Berge Europas, der Mont Blanc, der Monte Rosa, der Gran Paradiso und der Cervino, in Deutschland unter dem Namen Matterhorn bekannt. Hier liegen die wichtigsten Skigebiete Italiens und locken jährlich Tausende begeisterte Wintersportler an.

Auf der anderen Seite faszinieren die großen Alpenseen und die mit zahlreichen Flüssen durchzogene Poebene den Betrachter. Die weiten schönen Sandstrände am Ligurischen und Adriatischen Meer laden zu einem erholsamen und abwechslungsreichen Badeurlaub ein.

Die großen Seen Norditaliens liegen in Tälern, die von den Alpen bis hinunter in die Ebenen reichen. Der größte und bekannteste See Italiens ist der Gardasee. Das sehr angenehme Klima, die wunderschöne Landschaft und die vielfältigen Wassersportmöglichkeiten ziehen jährlich unzählige Touristen aus der ganzen Welt an. Ob Erholungs- oder Aktivurlaub, gerade die Gegend um den Gardasee bietet die verschiedensten Möglichkeiten für jung und alt. Ein Besuch der „Grotten des Catul“ in Sirmione, wobei es sich hier wirklich um die sehr gut erhaltenen Überreste der größten in Norditalien gefundenen römischen Villa mit Fresken aus dem 1. und 2. Jahrhundert handelt, ist ein unvergessliches Erlebnis. Von hier aus lassen sich die angrenzenden Berge auf den zahlreichen gut beschilderten Wander- und Radwegen erschließen. Insbesondere den Montainbike- und Motorrad-Begeisterten erwartet am Gardasee ein Gebiet mit Traumrouten, steilen Pässen, kurvenreichen Bergstraßen und herrlichen Weitblicken auf die landschaftliche Vielfalt.

In den großen und bekannten Städten Norditaliens mit den ungezählten Kunstschätzen verbinden sich Geschichte und Neuzeit in einmaliger Form. Die elegante Stadt Mailand hat sich zu einem weltbekannten Finanz-, Geschäfts- und Modezentrum entwickelt. In keiner anderen italienischen Stadt gibt es so viele gigantische Wolkenkratzer, welche in einem interessanten Gegensatz zur historischen Altstadt stehen. Die wichtigsten Sehenswürdigkeiten sind der gotische Mailänder Dom und das Kloster „Santa Maria della Grazie“, wo das weltberühmte Fresko von Leonardo da Vinci „Das Abendmahl“ besichtigt werden kann. Für viele Opernfreunde ist der Besuch der Mailänder Scala, eines der berühmtesten Opernhäuser der Welt, immer wieder ein faszinierendes und unvergessliches Erlebnis.

Venedig, die 8 km vom Festland entfernte Lagunenstadt, liegt auf 118 Inseln und ist neben Mailand die voll bekannteste Stadt in Norditalien. Die größten architektonischen Meisterwerke und bekanntesten Sehenswürdigkeiten sind der Dogenpalast, der Markusplatz und die Seufzerbrücke. Viele kleine enge Kanäle abseits der Hauptwasserstraßen führen zu idyllischen kleinen Plätzen und wunderschönen gotischen Kirchen und lassen die geschichtlichen Traditionen dieser Stadt wieder lebendig werden.